Prototyping digitaler Produkte

Ideen erlebbar machen

Prototypen sind das Sicherheitsnetz der Produktentwicklung. Sie ermöglichen es, digitale Produkte früh erlebbar zu machen – sei es für Usertests, Investoren-Pitches oder als Grundlage für die weitere Entwicklung. Ein Prototyp kann eine schnelle Skizze auf Papier oder ein Klickdummy in Figma mit hoher Detailtreue sein, das sich wie das fertige Produkt anfühlt.

Der Vorteil: Ihr seht früh, ob eine Idee funktioniert, bevor Budget in die Programmierung fließt. Wir nutzen Prototypen, um Annahmen zu testen, Nutzer zu befragen und Stakeholder zu überzeugen. Ob für ein MVP, ein neues Feature oder eine Messepräsentation – Prototyping spart Zeit und Geld und schützt vor teuren Fehlentwicklungen.

Als Teil unseres UX Design Prozess setzen wir Prototyping in der Ideationsphase ein und kombinieren es mit Usability-Tests, um kontinuierlich zu validieren und zu optimieren.

Was ist Prototyping?

Zusammengefasst
Mithilfe von Prototyping werden digitale Produkte früh sichtbar und testbar – von einfachen Papier-Skizzen bis zu interaktiven Klickdummys in Figma. So können Ideen validiert werden, bevor die Entwicklung startet.

Beim Prototyping werden digitale Produkte bereits erlebbar, bevor die erste Zeile Code geschrieben wird. Ein Prototyp simuliert, wie Nutzer durch eine Anwendung navigieren, welche Entscheidungen sie treffen und an welchen Stellen sie möglicherweise scheitern. Das Ziel besteht darin, Schwachstellen früh zu erkennen, Hypothesen zu überprüfen und fundierte Entscheidungen zu treffen, anstatt auf Basis von Annahmen zu entwickeln.

Je früher ein Prototyp getestet wird, desto kostengünstiger sind Änderungen. Was im Prototyp in Minuten angepasst wird, kostet in der Entwicklung Tage oder Wochen. Deshalb ist Prototyping kein „nice-to-have”, sondern ein strategisches Werkzeug, um Risiken zu minimieren und Budgets effizient einzusetzen.

Prototyping Prozess

Daraus besteht Prototyping bei uns


Low-Fidelity-Prototypen

Schnelle Skizzen, Wireframes und grobe Klickstrecken sind ideal für die frühe Konzeptvalidierung und Team-Workshops.

High-Fidelity-Prototypen

Realistische, klickbare Dummies in Figma mit echtem Design und Interaktionen sind perfekt für Usertests, Präsentationen und die Übergabe an die Entwickler.

Interaktionen und User Flows

Klickbare Elemente, Übergänge und Animationen ermöglichen es den Nutzern, das Produkt zu erleben, statt es sich nur anzusehen.

Usability-Tests

Prototypen werden von echten Nutzern getestet. Bereits drei bis fünf Tests reichen aus, um die größten Probleme aufzudecken.

Iteration und Optimierung

Basierend auf dem Feedback wird der Prototyp so lange angepasst, bis die Nutzerführung funktioniert und das Konzept validiert ist.

Low vs. High Fidelity – wann welcher Prototyp?

Zusammengefasst
Low-Fidelity:
Schnell, günstig, iterativ – ideal zur Überprüfung von Ideen und Grundkonzepten. Perfekt für die frühe Validierung und für Workshops.


High-Fidelity:
Realistisch, präsentabel und überzeugend – eignet sich für die Überprüfung ausgearbeiteter Konzepte und Interaktionen. Sie ist perfekt für Usability-Tests, Investoren-Pitches und die Übergabe an Entwickler.

Nicht jedes Projekt erfordert von Anfang an einen pixelgenauen Klickdummy. Je nach Phase und Ziel setzen wir unterschiedliche Prototyping-Methoden ein. Die Kunst besteht darin, zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Prototyp-Typ zu nutzen – so spart ihr Zeit und erhaltet trotzdem die Antworten, die ihr braucht.

Low-Fidelity-Prototypen: – Schnell, günstig, iterativ

Low-Fidelity-Prototypen sind bewusst unfertig. Sie zeigen die Struktur und die Nutzerführung, ohne sich in Details zu verlieren. Mögliche Beispiele sind Skizzen auf Papier, einfache Wireframes oder grobe Klickstrecken ohne finales Design.

Wann setzen wir Low-Fidelity ein?

Ganz am Anfang, wenn es darum geht, grundlegende Fragen zu klären. - Funktioniert die Informationsarchitektur? Ist die Navigation logisch? Verstehen Nutzer den Ablauf? In dieser Phase geht es nicht um Schönheit, sondern um die Validierung der Grundidee.

Der Vorteil:

Änderungen sind in wenigen Minuten umgesetzt. Wenn eine Idee nicht funktioniert, wird sie verworfen, bevor Zeit in Details investiert wurde. Low-Fidelity-Prototypen halten das Team fokussiert auf das Wesentliche, ohne dass es durch Farben, Schriften oder Pixel-Perfektionismus abgelenkt wird.

Perfekt für:

  • Konzeptvalidierung
  • Team-Alignment
  • erste Nutzer-Feedbacks
  • Design-Sprints
  • Workshops
Papierprototypen
Papierprototypen für ein Service-Design-Projekt der Hamburger Hochbahn.

High-Fidelity Prototypen: Realistisch, präsentabel, überzeugend

High-Fidelity-Prototypen sehen aus und fühlen sich an wie das fertige Produkt. Sie sind klickbar, verfügen über ein realistisches Design, echte Inhalte und funktionierende Interaktionen. Nutzer können darin navigieren, Formulare ausfüllen und Buttons klicken, als wäre das Produkt bereits gebaut.

Wann setzen wir High-Fidelity ein?

Wenn die Grundrichtung feststeht und präzises Feedback benötigt wird. High-Fidelity-Prototypen sind die Basis für belastbare Usability-Tests, überzeugende Stakeholder-Präsentationen und klare Entwicklungs-Briefings.

Der Vorteil:

Sie reduzieren Unsicherheit. Investoren sehen, was sie finanzieren sollen. Entwickler wissen genau, was sie bauen müssen. Nutzer geben Feedback zu einem Produkt, das sich echt anfühlt, statt zu abstrakten Wireframes.

Perfekt für:

  • Usability-Tests
  • Investoren-Pitches
  • Messepräsentationen
  • Entwicklungs-Handoff
  • Marketing-Material
Realistischer Prototyp der H2.Live-App zum Anfassen und Testen
Ein realistischer Prototyp der H2.Live-App zum Anfassen und Testen.

Unser Ansatz: Start lean, dann gezielt High-Fidelity

Wir empfehlen: Startet mit Low-Fidelity, um schnell Klarheit zu schaffen. Testet Konzepte, klärt offene Fragen, validiert die Grundidee. Erst dann investiert ihr in High-Fidelity – gezielt für die Features und Flows, die kritisch sind.Dieser Ansatz spart Budget und stellt sicher, dass ihr keine Zeit in detailliertes Design steckt, das später verworfen wird. Wir helfen euch, den richtigen Mix zu finden – abhängig von eurem Projekt, eurer Zielgruppe und euren Zielen.

Warum Prototyping? Wer profitiert

Zusammengefasst
Prototyping spart Budget, weil Fehler im Prototyp Minuten kosten statt Tage in der Entwicklung. Diskussionen werden konkret statt abstrakt, Entscheidungen schneller getroffen. Investoren erleben eure Vision, statt sie nur erklärt zu bekommen. Und erst wenn echte Menschen testen, seht ihr wirklich, ob eure Idee funktioniert.

Ein Prototyp ist mehr als ein schönes Mock-up. Er ist ein strategisches Werkzeug, das euch dabei hilft, bessere Entscheidungen zu treffen, Risiken zu minimieren und Budget effizient einzusetzen. Hier seht ihr, wer konkret davon profitiert.

Produktteams & Entwicklung

Klarheit vor dem ersten Sprint

Ganz am Anfang, wenn es darum geht, grundlegende Fragen zu klären. - Funktioniert die Informationsarchitektur? Ist die Navigation logisch? Verstehen Nutzer den Ablauf? In dieser Phase geht es nicht um Schönheit, sondern um die Validierung der Grundidee.

Gemeinsame Sprache

Ein klickbarer Prototyp ist die Brücke zwischen Design, Entwicklung und Product Ownership. Missverständnisse werden sichtbar, bevor sie zu Problemen werden. Anforderungen sind klar dokumentiert und nicht nur beschrieben.

Präziser Developer-Handoff

Der finale High-Fidelity-Prototyp dient als detaillierte Vorlage für die Entwicklung. Interaktionen, Nutzerführung und Design sind klar definiert, was Rückfragen reduziert und die Umsetzung beschleunigt.

Investoren & Stakeholder

Zeigen statt erklären

Ein Pitch-Deck veranschaulicht eure Idee. Ein klickbarer Prototyp lässt sie erleben. Investoren können sich durchklicken, das Produkt intuitiv verstehen und sehen, dass ihr nicht nur redet, sondern liefert.

Vertrauen durch Greifbarkeit

Wir haben für einen Kunden einen interaktiven Prototypen entwickelt, mit dem sein Team Investoren überzeugen konnte. Der Prototyp zeigte nicht nur die Vision, sondern auch die Machbarkeit. Das schaffte Vertrauen und verkürzte die Entscheidungswege.

Messepräsentationen

Auf Messen und Konferenzen zählt der erste Eindruck. Statt mit Flyern und PowerPoint-Folien zu erklären, woran ihr arbeitet, könnt ihr mit einem interaktiven Prototypen das Produkt direkt erlebbar machen – auch wenn die Entwicklung noch läuft. Besucher können durchklicken, ausprobieren und verstehen intuitiv, was euer Produkt leistet.

Eure Nutzer

Früh dabei, nicht erst am Ende

Mit Think-Aloud-Tests seht ihr, wo Nutzer zögern, wo sie scheitern und was intuitiv funktioniert – und das, bevor auch nur eine Zeile Code geschrieben wurde.

Bessere Produkte durch echtes Feedback

Nutzer geben euch mehr als nur ein „Gefällt mir” oder „Gefällt mir nicht”. Sie zeigen euch, wo das Produkt versagt, wo es brilliert und was fehlt. Dieses Feedback ist Gold wert – und mit Prototypen erhaltet ihr es früh genug, um noch reagieren zu können.

Euer Budget

Fehlentwicklungen vermeiden

Ein einziger vermiedener Redesign-Sprint macht die Prototyping-Phase mehrfach wett. Wenn ihr wisst, dass ein Feature funktioniert, kann euer Dev-Team seine Zeit in die Umsetzung statt in Experimente oder Umbauten investieren.

Prototyping in der Praxis – zwei Beispiele

einfach einreichen: Durch iteratives Prototyping konnten die Entwicklungskosten gesenkt werden.

Bei „Einfach einreichen“ haben wir das Produkt Schritt für Schritt optimiert, indem wir mehrere Prototyping- und Test-Runden durchgeführt haben. Falsche Annahmen wurden früh korrigiert und unnötige Features gestrichen, noch bevor sie entwickelt wurden. Das Ergebnis ist ein Produkt, das die Nutzer verstehen und das funktioniert. Die Investition in Prototyping-Iterationen hat teure Fehlentwicklungen verhindert.

Usertests mit Klickdummy
Usertests mit Klickdummy

ison: Komplexes einfach erklärt auf der Messe

Für den Messeauftritt von ison haben wir einen interaktiven Prototypen entwickelt, mit dem die Besucher komplexe Inhalte des Energiemanagements erleben konnten. Klare Visualisierungen und eine intuitive Nutzerführung machten technische Zusammenhänge verständlich und greifbar – perfekt für die Messepräsentation.

Interaktiver Prototyp als Produktpräsentation eingesetzt
Unser für ison entwickelter interaktiver Prototyp wurde auf der Intersolar Messe als Produktpräsentation eingesetzt – und machte es möglich, ein komplexes Produkt verständlich und anschaulich zu erklären. Mehr erfahren

Wie geht es weiter?

Ihr seid euch noch unsicher, ob eure Idee tragfähig ist oder wo euer Produkt steht? Mit unserer UX-Beratung schafft ihr durch ein Audit oder einen Workshop Klarheit, bevor ihr investiert. Seid ihr bereit für den vollständigen Prozess? Prototyping ist ein zentraler Bestandteil unseres UX-Design-Prozesses – von der ersten Idee bis zum marktreifen Produkt.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert es, einen Prototyp zu erstellen?

Das hängt vom Umfang ab. Ein Low-Fidelity Prototyp entsteht oft in einem Workshop-Tag. Ein High-Fidelity Klickdummy in Figma dauert je nach Komplexität 1–3 Wochen.

Brauchen wir einen Prototyp, wenn wir schon Wireframes haben?

Wireframes zeigen Struktur, aber keine Interaktion. Ein klickbarer Prototyp lässt Nutzer das Produkt erleben – das ist der entscheidende Unterschied für Tests und Entscheidungen.

Was kostet ein Prototyp?

Das hängt von der Komplexität, dem Detailgrad und dem Projektumfang ab. Kleinere Projekte starten ab 4.750 €, größere Prototyping-Projekte ab 14.250 €. Kommen weitere Aufgaben wie Usability Testing hinzu, passt sich der Aufwand entsprechend an. In einem kurzen Gespräch finden wir heraus, was ihr braucht, und geben euch eine realistische Einschätzung.

Können wir den Prototyp später weiterentwickeln?

Absolut. Viele unserer Projekte starten mit einem einfachen Prototyp, der dann iterativ wächst – bis er zur Grundlage für die finale Entwicklung wird.

Ist Prototyping auch für kleine Projekte sinnvoll?

Ja. Gerade bei kleinen Budgets hilft Prototyping, Ressourcen effizient einzusetzen und teure Fehler zu vermeiden. Ein Workshop-Tag mit Low-Fidelity Prototypen kann schon große Klarheit schaffen.

Welche Tools nutzt ihr für Prototyping?

Wir arbeiten hauptsächlich mit Figma für High-Fidelity Prototypen. Für Low-Fidelity nutzen wir oft Papier, Whiteboards oder einfache Wireframe-Tools – je nachdem, was am effizientesten ist.

Funktioniert der Prototyp auch auf verschiedenen Geräten?

Ja. High-Fidelity Prototypen in Figma lassen sich auf Desktop, Tablet und Mobile testen. Wir passen die Ansicht an das jeweilige Gerät an, um realistische Tests zu ermöglichen.

Wie realistisch muss ein Prototyp sein?

Das kommt auf den Zweck an. Für frühe Tests reichen oft grobe Wireframes. Für Investoren-Pitches oder finale Usability Tests sollte der Prototyp realitätsnah sein, damit Nutzer ihn wie ein echtes Produkt erleben.